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Alle Preisträger

Preisträger des Awards: "Kurt-Magnus-Preis"

2019

2. Preis ex aequo: Möller Henrike
"Um ihren Hörerinnen und Hörern ein Bild von der Vielfalt der Gesellschaft zu vermitteln, schaut sie hinter sonst eher verschlossene Türen oder nimmt sich tabuisierter Themen an. Dabei gelingt es ihr, Menschen auf sympathische Weise zum Reden zu bringen." In einer Serie mache Henrike Möller vom rbb z.B. die schwierige Rolle einer Entscheiderin in Asylverfahren erfahrbar. In einem anderen Beitrag erlebe man hautnah mit, welchen Problemen eine Rollstuhlfahrerin ausgesetzt ist, die einfach einen Abend in einem Club feiern will.
2. Preis ex aequo: Grieser Charlotte
"Die Vielfalt und Bandbreite der Einreichung ist beeindruckend", lobt die Jury. Als meinungsstarke Autorin überzeuge Charlotte Grieser vom SWR in einem Kommentar zum Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Intersexualität. Mit einem Beitrag über den Großen Ameisenbär für SWR2 Wissen, der sich durch genaue Beobachtung, plastische Schilderung und Witz auszeichne, "empfiehlt sie sich als talentierte Journalistin im Bereich Wissenschaft".
3. Preis: Ameziane Mona
Die Jury überzeugte Mona Ameziane vom WDR vor allem mit der Moderation der Sendung 1LIVE Stories: "Ihre authentische Art, das Publikum in dieser öffentlichen Sendung anzusprechen, auf Augenhöhe mit den Gästen zu kommunizieren und den Hintergrund von neuen Büchern im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren, aber auch anderen Gästen zu erschließen, ist erfrischend und informativ zugleich. Sie ist wirklich ein herausragendes Radiotalent."
4. Preis: Brandau Bastian
Die Ereignisse in Chemnitz 2018 haben die Bundesrepublik erschüttert. "Was die Arbeiten von Bastian Brandau vom Deutschlandradio zu diesem Thema auszeichnet, ist die für einen Journalisten eigentlich selbstverständliche und doch hier besonders spürbare Unvoreingenommenheit, mit der er sich der Thematik nähert", konstatiert die Jury. Was sie darüber hinaus besonders beeindruckt hat, ist die Bandbreite der Themen seiner Beiträge, in denen er zeige, wie vielfältig, bunt und interessant das Bundesland Sachsen auch sein kann.

2018

1. Preis: Tinia Würfel
Die Jury beeindruckte besonders, wie Tinia Würfel, Radio Bremen, neue Medien mit dem klassischen Radio in Verbindung bringt: "Es gelingt ihr besonders, die Vorzüge und Optionen des klassischen Mediums stets im Fokus zu behalten." Die Jury hebt dazu das crossmediale Großprojekt #VoteLeFuck hervor. "Die Interaktion wird hier zum konstitutiven Element des Gesamtprojektes, ebenso wie die Mischung aus Porträts, Facebook-Live-Videos, Instagram-Stories und klassischen Reportageelementen." Auch Reporterstücke aus Island, zur #MeToo-Debatte oder zur politischen Entwicklung in Österreich beeindruckten die Jury.
2. Preis: Melanie Fuchs
"Melanie Fuchs ist maßgeblich an der Entwicklung von kreativen und innovativen Programmaktionen beteiligt, die direkt in der Lebenswelt junger Menschen verankert sind", begründet die Jury. Beispiele sind die Aktion "Kopf hoch. Das Handy kann warten", die junge Menschen auf die Gefahren der Handynutzung am Steuer aufmerksam macht, oder das von Fuchs, NDR, entwickelte und betreute Format "N-Joy. Eine Stunde, ein Leben", in dem Schicksale junger Menschen in Grenzbereichen vorgestellt werden.
3. Preis ex aequo: Dunja Sadaqi
Die politischen Journalisten Dunja Sadaqi (30), hr, und Wolfgang Kerler (31), BR, konnten bei der Jury mit einer großen Bandbreite in der Themenauswahl und der formalen Gestaltung punkten: "Innovation und Kreativität sind für beide ebenso selbstverständlich wie die sichere Handhabung journalistischer Standards."
3. Preis ex aequo: Wolfgang Kerler
Die politischen Journalisten Dunja Sadaqi (30), hr, und Wolfgang Kerler (31), BR, konnten bei der Jury mit einer großen Bandbreite in der Themenauswahl und der formalen Gestaltung punkten: "Innovation und Kreativität sind für beide ebenso selbstverständlich wie die sichere Handhabung journalistischer Standards."

2017

1. Preis: Moritz Cassalette
"Der Mann kann alles", befand die Jury. "Kurze Einspiele, lange Formate, Moderation, und er beherrscht die Live-Reportage mit ihren lauten und leisen Tönen." Cassalette, NDR, könne die Dinge, die die Welt und die Hörer draußen bewegen, in eineinhalb Minuten auf den Punkt bringen. Dabei könne er auch akustische Satire: "Er kann Töne geschickt schräg komponieren, reportieren, berichten und anschaulich erzählen. Diese Vielfalt der journalistischen Darstellungsformen in einer Einreichung, in einem Mann zu finden, hat uns überzeugt", so die Jury.
2. Preis ex aequo: Sammy Khamis
"Khamis gehört zu den jungen Journalisten, die besonders auf die neuen Herausforderungen, wie sie etwa die sozialen Medien an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellen, zielorientiert und verantwortungsbewusst reagieren", erläuterte die Jury ihre Wahl. Aktuelle Entwicklungen wie Populismus und Islamismus behandle Khamis, BR, in seinen Features, die durch eine große Vielfalt, die Nutzung aller Radioelemente und einen pointierten Zugang geprägt seien, so die Jury.
2. Preis ex aequo: Jason Panajotis Gavrilis
"In seinen Arbeiten überzeugt er durch ihre stets radiofone Art", urteilte die Jury. "Ob es um einen Syrer geht, der illegal in Athen lebt, oder um das Dasein der Flüchtlinge auf Lesbos: Immer entsteht beim Hörer ein facettenreiches Bild, in dem die Absurdität des Lebens in der Migration deutlich wird", so die Jury weiter. Dabei beherrsche Gavrilis, DLR, nicht nur die ernsten Themen brillant, sondern stelle sein Talent auch bei Glossen und Satiren unter Beweis.
4. Preis: Katharina Jansen
Die Jury über Katharina Jansen, SWR: "Es ist erstaunlich, wie sie ihre Hörer für die ernsten Themen der Zeit sensibilisiert, wie sie ihre Hörer anspricht, wie sie Auswege aus ernsten Situationen aufzeigt. Ihre ruhige Art, sich der Dinge tiefgründig anzunehmen, macht sich außerordentlich gut in der sensationsheischenden Zeit des aktuellen Tagesgeschäfts."
5. Preis: Jana Fischer
Die Jury über Jana Fischer, WDR: "Sie vereint Humor und gesellschaftliches Gespür. Daraus macht sie höchst individuelle, ideenreiche Stücke fürs Radio."

2016

1. Preis: Nilofar Elhami
Reise in den Iran - Überall, wo ich gehe, bist Du bei mir im Herzen, DRadio Wissen
2. Preis: Alena Isabelle Jabarine
Aus der Jurybegründung zu Jabarine, NDR: "Der Journalistin gelingt es, genauso unterhaltsam wie informativ von den Tücken einer Eisenbahnfahrt in Schleswig-Holstein zu berichten wie über die Situation in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge."
4. Preis ex aequo: Vera Wolfskämpf
Preis für die MDR INFO-Reporterin u.a. für ihre Beiträge zum alltäglichen Rassismus, "in denen sich genaue Recherche, gute Darstellung und interessante Themenkombinationen miteinander verbinden".
4. Preis ex aequo: Lisa Weiß
Gewürdigt wurden von der Jury insbesondere ihre investigativen Fähigkeiten sowie die innovative Aufbereitung ihrer Themen in den großen Featurestücken.

2015

1. Preis: Hadija Haruna
"Uns hat sie vor allem durch ihre fantasievollen und innovativen Zugänge zu schwierigen historischen oder aktuellen Themen überzeugt, mit denen es ihr gelingt, sperrige und komplexe Themen für das Zielpublikum einer Jugendwelle aufzuarbeiten", so die Jury. Beeindruckt habe besonders ihre Serie zur Entstehung des Nahostkonflikts für YOU FM, die alle Elemente des Radios nutzt. (H. Haruna, hr-Journalistin)
2. Preis ex aequo: Michael Bartlewski
"Entsprechend den Anforderungen an junge Formate hat uns die frische und unkonventionelle Art überzeugt, mit der Michael Bartlewski seine Themen angeht, die sich nicht zuletzt auch immer wieder um ein Thema drehen, das der jungen Zielgruppe besonders wichtig ist: das Netz", heißt es in der Jurybegründung. (M. Bartlewski, BR)
2. Preis ex aequo: Benedikt Strunz
Seine historischen und wirtschaftlichen Kenntnisse seien wesentliche Voraussetzung zur Durchdringung und Darstellung komplizierter wirtschaftlicher und politischer Sachverhalte, so die Jury. Und weiter: "In seinen Arbeiten beweist er seine herausragenden Leistungen als Rechercheur und Reporter sowie seine Fähigkeit, die Ergebnisse seiner Recherchen adäquat und dem Medium Hörfunk entsprechend innovativ umzusetzen." (B. Strunz, NDR)
3. Preis: Daniel Schlipf
"Charmant und im besten Sinne respektlos", so charakterisiert die Jury die Arbeiten, die Daniel Schlipf eingereicht hat. "Ein Radiotalent mit Mut und unkonventionellen Ideen, die zuweilen sehr entlarvend sein können", heißt es weiter. (D. Schlipf, WDR)
4. Preis: Jan Christian Kröger
In seinen Arbeiten widmet er sich oft den kleinen, alltäglichen Geschichten. "Damit bereichert er das Radio mit sorgfältig recherchierten und fantasievoll gearbeiteten Beiträgen, die gerade für das Radio so wichtig sind", urteilt die Jury. "Dabei gelingt es ihm, anhand scheinbar unspektakulärer Ereignisse große Entwicklungen und Fragen deutlich werden zu lassen." (J. Kröger, MDR)