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Alle Preisträger

Preisträger des Awards: "Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis"

2020

Hauptpreis ex aequo: Maitlis Emily
Auszeichnung der BBC-Journalistin, "die durch ihre Profession und durch ihre persönliche Haltung in herausragender und beeindruckender Weise die Werte einer Institution verkörpert, die den deutschen Rundfunk der Nachkriegszeit und seine Journalisten tief geprägt haben: Unabhängigkeit, kritische Distanz zu Staat und Parteien, Überparteilichkeit".
Hauptpreis ex aequo: Röller Ulf-Jensen und Team
Mit Ulf-Jensen Röller zeichnet die Jury einen Korrespondenten und dessen Team für deren höchst präzisen, umsichtigen und unter schwierigsten Umständen erarbeiteten Filme und Analysen aus China und Hongkong aus.
Sonderpreis: Kaiouli Nadia und Schreijäg Jonas
Sonderpreis an die beiden NDR-Reporter für ihre außergewöhnlichen und eindrücklichen Dokumentarfilmaufnahmen von der SeaWatch3.

2019

Hauptpreis ex aequo: Nguyen-Kim Mai Thi
Auszeichnung für Nguyen-Kim und Lesch: "... zeichnet zwei Wissenschaftsjournalisten aus, die in ihren Fernsehsendungen, im Internet und auf Diskussionspodien mit großem Erfolg wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich machen, sie in gesellschaftliche und politische Debatten einordnen und damit Desinformationen vorbeugen."
Hauptpreis ex aequo: Lesch Harald
Auszeichnung für Nguyen-Kim und Lesch: "... zeichnet zwei Wissenschaftsjournalisten aus, die in ihren Fernsehsendungen, im Internet und auf Diskussionspodien mit großem Erfolg wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich machen, sie in gesellschaftliche und politische Debatten einordnen und damit Desinformationen vorbeugen."

2018

Hauptpreis: Anja Reschke
Gemäß Jurybegründung zeige sie als Moderatorin der Fernsehsendungen Panorama und Zapp Haltung ohne Arroganz, Toleranz ohne Beliebigkeit und Stehvermögen ohne Sturheit. Ihre Kommentare in den Tagesthemen seien klar, unmissverständlich und nicht belehrend. Sie mute den Zuschauerinnen und Zuschauern Meinung zu. Und sie begründe sie auch.
Sonderpreis: 3sat-Magazin "Kulturzeit"
Den Preis sieht die Jury als Ermunterung für ARD und ZDF, Kultursendungen stärker im Programm zu berücksichtigen. Für Laudator Scheck ist das Magazin "die Sendung mit der höchsten Gedanken- und Ideendichte im deutschen Fernsehen". Sie nehme den Preis als Ehre und Chance für mehr Kultur im Fernsehen an, sagte Redaktionsleiterin Monika Sandhack. Die Sendung gebe es seit 23 Jahren, die Redaktion sei "ein Kraftwerk, das immerzu glüht".

2017

Hauptpreis: Hans-Ulrich Gack, Frederik Pleitgen und Luc Walpot
Ihre Berichte aus den Krisenregionen des Nahen Ostens und der Türkei haben die Nachrichtensendungen ihrer Sender (Gack und Walpot/ZDF, Pleitgen/CNN) seit Langem geprägt. "In ihren journalistischen Grundprinzipien unterscheiden sie sich nicht. Mit ihrer Distanz zu Kriegs- und Krisenparteien und ihrer konsequenten Weigerung, sich mit vordergründigen und schnellen Wahrheiten zufriedenzugeben, tragen sie auch zur Glaubwürdigkeit des Nachrichtenjournalismus bei. Insb. auch der eigenständige Charakter ihrer Berichte macht sie auszeichnungswürdig."
Sonderpreis: Isabel Schayani
"Die WDR-Journalistin Schayani erhält mit ihrer Redaktion WDRforyou den Sonderpreis für ihre Haltung als Moderatorin, Kommentatorin und Gestalterin außergewöhnlicher Fernseh- und Onlineprogramme zur Migration und Integration von Flüchtlingen."

2016

Hauptpreis: Hajo Seppelt
"Seppelt hat sich seit vielen Jahren mit unermüdlicher Energie, Mut und zähem Durchsetzungswillen einem unabhängigen Journalismus verschrieben", so die Jury. "Mit seinen Recherchen bringt er Licht ins Dunkel mächtiger internationaler Dopingnetzwerke und provoziert heftigen Widerstand von internationalen Sportorganisationen, Funktionären und Verkäufern glitzernder Großereignisse."
Sonderpreis: Armin Wolf
"In seinen sorgfältigst vorbereiteten, gelassen-hartnäckigen Interviews zeigt er unbestechliche journalistische und persönliche Unabhängigkeit", heißt es in der Begründung der Jury zum Preis an den ORF-ZiB2-Nachrichtenmoderator.

2015

Hauptpreis: Marietta Slomka
"Ihre schnörkellosen, klaren und alltagsnahen Moderationstexte helfen den Zuschauern, auch schwierigste Sachverhalte besser zu verstehen. So wenig, wie Marietta Slomka ihren Interviewpartnern aus Politik und Wirtschaft die Flucht ins Ungefähre und ins Täuschende gestattet, so wenig gibt sie sich selbst mit den Floskeln der eiligen Nachrichtensprache zufrieden. ... Die Jury zeichnet mit Marietta Slomka auch die Haltung einer Journalistin aus, die Selbstbewusstsein mit dem Respekt vor Menschen und Themen verbindet und sich damit dem Glaubwürdigkeitsverlust des Fernsehjournalismus widersetzt. ..."
Sonderpreis: Eliot Higgins und Team des Recherche-Netzwerkes Bellingcat
"Preis für die unerschütterliche Zuversicht, im Kampf um die Wahrheit nicht auf verdeckte oder geheimdienstliche Informationen bauen zu müssen, sondern mit öffentlichen, jedermann zugänglichen, überprüfbaren Bildern und Fakten die Öffentlichkeit zu überzeugen. ... beste journalistische Aufklärung auf dem Schlachtfeld moderner Propaganda- und Verunsicherungskriege. Sie wirkt vor allem dort, wo das Klima des Misstrauens und der Verschwörung Platz gegriffen hat: im Internet. Die Jury zeichnet auch die Unterstützung aus, die Higgins und sein Team vielen, auch deutschen, Journalisten bei deren Recherchen gibt."

2014

ex aequo: Golineh Atai
"... überzeugte die Jury mit ihren ruhigen, abwägenden und keiner vordergründigen Zuspitzung verfallenden Reportagen und Interviews aus der arabischen Welt und aus dem Krisenstaat Ukraine. ... ragt sie durch ihre Fähigkeit heraus, selbst in kurzen Nachrichtenbeiträgen Argumente und Gegenargumente der Konfliktparteien verständlich zu werten. So entzieht sie die journalistische Berichterstattung dem Stimmungsdruck der Beteiligten und weist dem Zuschauer über die Vernunft den Weg zum besseren Verständnis."
ex aequo: Stephan Lamby
"... der sich seit Jahren - gegen alle Trends - der Konzeption und Herstellung von Fernsehfilmen höchster Qualität verschrieben hat. ... ist ein journalistischer Profiler, der tief in die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge und die persönlichen Umstände eindringt, die das Leben von Politikern und Wirtschaftsgrößen prägen. Mit seinen Filmen öffnet er den Zuschauern die Augen. Es sind wahre Enthüllungsgeschichten, getragen von Respekt, Fairness und Distanz."

2013

Hauptpreis ex aequo: Jörg Armbruster
In ihrer Begründung lobte die Jury die sorgfältigen, überlegten und zurückhaltenden Analysen von Jörg Armbruster, die sich von der Hektik des täglichen Produktionsdrucks und den inszenatorischen Erwartungen an einen Fernsehkorrespondenten in Krisen- und Kriegsgebieten nicht treiben lassen. (J. Armbruster, ARD-Korrespondent für den Mittleren und Nahen Osten bis Ende 2012)
Hauptpreis ex aequo: Marcel Mettelsiefen
Aus der Begründung: Marcel Mettelsiefen geht im wahren Sinne des Wortes seine eigenen Wege, um Erklärungen für Krisen und Kriege zu finden: unauffällig, unprätentiös und unabhängig. Seine Augenzeugenberichte aus Libyen und Syrien gehören zum Besten, was im deutschsprachigen Fernsehen über diese Länder in Revolution zu sehen war. (M. Mettelsiefen, freier Foto-, Fernseh- und Onlinejournalist)
Förderpreis: Eva Müller
Aus der Begründung: Mit Eva Müller zeichnet die Jury eine junge Journalistin aus, die sich mit Zähigkeit und langem Atem filmischen Themen stellt, an die sich die meisten ihrer Berufskollegen und -kolleginnen nicht mehr wagen. Die Liste ihrer eindrucksvollen Dokumentationen und Reportagen ist eine exakte Vermessung der sozialen und menschlichen Wirklichkeit Deutschlands. (E. Müller, freie Journalistin)

2012

Oliver Welke und sein Team
Jurybegründung u. a.: Mit der ZDF-Nachrichtencomedy "heute-show" gelingt Moderator Oliver Welke und seinem Team ein intelligentes, eigenständiges und qualitätsorientiertes Fernsehformat. Es verknüpft die klassische politische Satire mit den bildhaften Verzerrungen der Karikatur und verschafft so der Kritik an Politik und Gesellschaft im Medium Fernsehen einen eigenen Platz. Oliver Welke und sein Team beherrschen bestens die wesentliche Voraussetzung für politische Satire: das journalistische und dramaturgische Handwerk.
Sonderpreis: Denis Scheck
Jurybegründung u. a.: Mit Denis Scheck zeichnet die Jury den Moderator der lebendigsten Büchersendung im deutschen Fernsehen aus. Den sprachmächtigen und unerschrockenen Literaturkritiker. Den feinsinnigen Interviewer großer Autoren und den Störenfried des Büchermarktes. Seine Fernsehsendung "druckfrisch" ist mehr Reportage als Büchermagazin: beobachtungsscharf, wirklichkeitsnah und eindrucksoffen.

2011

Johannes Hano
In ihrer Begründung lobte die Jury u. a. die präzisen und aufklärenden Analysen und Berichte Hanos über die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan. Trotz der unübersichtlichen und sich ständig verändernden Informationslage, vermochte er die politischen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen überlegt einzuordnen, ohne zu verharmlosen und ohne zu dramatisieren. Auch in einer Ausnahmesituation blieb Johannes Hano den Maßstäben eines kritischen, unbestechlichen Journalismus verpflichtet.
Förderpreis: Ariane Reimers
Ihre Reportagen aus dem Norden Japans für Tagesschau und Tagesthemen gehören zum Besten, was das Fernsehen über die Krise in Japan gesendet hat. Die Jury zeichnet den Mut der Reporterin aus, sich für den Weg in diese unsichere Region entschieden zu haben. Ihre Fähigkeit, zu sehen und zu hören und darüber eindringlich zu berichten, ist ebenso außergewöhnlich, wie ihre Weigerung, Klischees der Krisenberichterstattung zu bedienen.
Sonderpreis: Nasser Haddar
Als freier Mitarbeiter von Al-Dschasira dokumentierte der Computeringenier im Internet die Proteste und Kämpfe in Libyen. Dabei gelang es ihm, die Internetsperre der libyschen Staatsführung zu umgehen. Nasser Hadar war dabei, als ein Kameramann ums Leben kam. Er selbst wurde verletzt. Die Jury zeichnet ihn stellvertretend für all jene aus, die vor Ort unter höchstem Risiko die Weltöffentlichkeit über die Lage in Krisengebieten unterrichten.

2010

Claus Kleber
Begründung: Die Jury lobt in ihrer Begründung die journalistische Haltung, die handwerkliche Professionalität und den Moderationsstil von Claus Kleber. "Wie kein anderer im deutschen Fernsehen steht Kleber für die Leistungen und Tugenden, die Hanns-Joachim Friedrichs zum Inbegriff des deutschen Fernsehjournalisten gemacht haben." Neben seiner Arbeit als Moderator habe Kleber mit Dokumentationen wie "Die Bombe" vorbildlich gezeigt, wie man komplizierte Zusammenhänge und wichtige Themen für ein Massenpublikum verständlich und spannend darstellen kann.
Sonderpreis: Redaktion WDR-Dokumentationsreihe "die story"
Einen Sonderpreis vergibt die Jury in diesem Jahr an die Redaktion der WDR-Dokumentationsreihe "Die Story". Sie wurde im Jahr 2000 unter der Leitung von Gert Monheim gegründet und unter seinen Nachfolgern Sonia Seymour Mikich und Mathias Werth erfolgreich fortgeführt. "Die Story" hat beispielhaft gezeigt, wie man aufregende Themen, gründliche Recherche und filmische Qualität zu einer bei vielen Zuschauern beliebten Sendereihe verbindet.

2009

Nikolaus Brender, ZDF-Chefredakteur
Die Jury zeichnet den ZDF-Chefredakteur für seine vorbildhafte journalistische Haltung aus. Nikolaus Brender steht für Qualität und Unabhängigkeit und setzt sie auch gegen Widerstände durch. Er ist nur seiner journalistischen Aufgabe verpflichtet. Brender lässt sich von niemandem einvernehmen. Er hält Distanz und macht sich nicht gemein ganz im Sinne des ehemaligen Tagesthemenmoderator Hanns-Joachim Friedrichs. Brenders Haltung und die daraus folgenden Handlungen machen insbesondere jüngeren Journalisten Mut, keinem Druck oder Einflussversuch nachzugeben.
Förderpreis: Astrid Randerath, Christian Esser
Begründung: Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis geht an Astrid Randerath und Christian Esser, die Autoren der ZDF-Fernsehdokumentation „Das Pharmakartell“ (Sendedatum 9.12.2009). Die Jury hält die Frontal-21-Dokumentation für ein herausragendes Beispiel von investigativem Journalismus.

2008

Eric Friedler
NDR-Fernsehreporter und Dokumentarfilmer (u.a. "Das Schweigen der Quandts")
Förderpreis: Christina Pohl
SPIEGEL-TV-Reporterin

2007

Anne Will

2006

ZDF-Magazin Frontal21
Redaktionsleiter Claus Richter und Moderator Theo Koll

2005

Frank Plasberg und Redaktion von "Hart aber fair"
Journalist und Moderator, gemeinsam mit Redaktionsteam für die Sendung Hart aber fair (WDR)
Sonderpreis: Horst Königstein
NDR-Redakteur, Autor und Regisseur ("Die Manns", "Speer und Er")
Förderpreis: Britta Hilpert
Leiterin des ZDF-Studios in Moskau

2004

Annette Dittert
ARD-Korrespondentin Polen (Studio Warschau)

2003

Antonia Rados
Korrespondentin für RTL und n-tv, Berichterstatterin aus Bagdad
Ulrich Tilgner
ZDF-Korrespondent Bagdad, der "unter den extremen Bedingungen der Kriegsberichterstattung journalistische Unabhängigkeit bewahrt" habe
Eric Friedler
Film "Konvoi in den Tod"

2002

Dirk Sager
ZDF-Korrespondent Russland (Studio Moskau)

2001

Gerd Ruge
Lebensleistung
Alexander Kluge
Lebensleistung
Günter Gaus
Lebensleistung

2000

Gabi Bauer
Moderatorin der Tagesthemen ARD
Maybrit Illner
Moderatorin der ZDF-Talkshow MAYBRIT ILLNER Berlin Mitte
Sandra Maischberger
Moderatorin der Talkshow maischberger auf n-tv

1999

Wolf von Lojewski
Moderator der ZDF-Nachrichtensendung heute journal
Förderpreis: Tina Hassel
ARD-Korrespondentin in Frankreich (Studio Paris)

1998

Hans-Josef Dreckmann
Afrika-Korrespondent der ARD (Studio Nairobi)
Förderpreis: Carla Kniestedt

1997

Christoph Maria Fröhder
Krisenberichterstatter für die ARD

1996

Petra Gerster
Moderatorin des ZDF-Magazins ML mona lisa
Maria von Welser
Moderatorin des ZDF-Magazins ML mona lisa

1995

Thomas Roth
Auslandskorrespondent der ARD in Moskau