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Alle Preisträger

Preisträger des Awards: "Concordia-Preise"

2018

Pressefreiheit: Europe's Far Right
Journalistinnen und Journalisten aus sechs europäischen Ländern schlossen sich zu dem Netzwerk Europe's Far Right zusammen, um länderübergreifend über den Aufstieg und die Strategien der Rechtspopulisten zu berichten. Die teilnehmenden Medien: taz (Berlin), Internazionale (Rom), Gazeta Wyborcza (Warschau), Falter (Wien), Libération (Paris), HVG (Budapest) und WOZ (Zürich). "Das Bündeln der Kräfte über Grenzen hinweg ist im Sinne des Concordia Preises für Pressefreiheit journalistisch und verlegerisch vorbildhaft", erklärt die Jury.
Menschenrechte: Christoph Zotter
Der "Profil"- Redakteur erhält die Auszeichnung für eine Serie zum Thema Menschenrechtsverletzungen an der EU-Außengrenze. Ein zentrales Thema ist das Schicksal der sechsjährigen Afghanin Madina Hussiny, die bei einem versuchten Grenzübertritt ums Leben kam, die Auswirkungen auf ihre Familie und der Umgang der Behörden mit diesem Ereignis.
Ehrenpreis Lebenswerk: Elfriede Hammerl
"Die Autorin und Journalistin wird für ihr journalistisches und schriftstellerisches Wirken und ihren Einsatz für Gerechtigkeit ausgezeichnet. Ihre Arbeit als Kolumnistin sticht durch thematische Breite und differenzierte Darstellung komplexer gesellschaftlicher Sachverhalte hervor, ihre pointierten Analysen zeigen systematische Benachteiligungen auf, besonders von Frauen, und entlarven Vorurteile. Mit Witz, Ironie und stilistischer Brillanz kämpfe sie gegen soziale Ungerechtigkeit und für die Emanzipation von veralteten Rollenbildern."

2017

Menschenrechte: Nina Strasser
Die Journalistin und Fotografin Nina Strasser erhält den Preis vor allem für ihre Reportage "Ein Jahr mit Günter", für die sie ein Jahr lang in regelmäßigen Abständen den Obdachlosen Günter begleitet und seine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentiert hat.
Presse- und Informationsfreiheit: Arnd Henze
Der ARD-Hauptstadtkorrespondent Arnd Henze erhält den Preis für seine akribische Recherche und seine journalistische Aufdeckungsarbeit rund um den Datenmissbrauch und die Aberkennung von Akkreditierungen für 32 JournalistInnen und Fotografen beim G20-Gipfel in Hamburg.
Ehrenpreis Lebenswerk: Prof. Heinz Nußbaumer
Concordia Vorstandsmitglied Prof. Heinz Nußbaumer wird für seinen langjährigen und anhaltenden Einsatz für die Freiheit des Journalismus, für Ethik und höchste journalistische Seriosität mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

2016

Presse- und Informationsfreiheit: in der Türkei inhaftierte Journalistinnen und Journalisten
aus der Begründung: "Mehr als 150 JournalistInnen sind in der Türkei in Haft. Ihr Verbrechen: Pressefreiheit sowie unabhängiger, kritischer Journalismus. Wer könnte also seinen Einsatz für die Pressefreiheit mehr unter Beweis stellen als jene, die dafür ihre eigene Freiheit verlieren? Aus diesem Grund hat die Jury beschlossen, den Preis allen inhaftierten JournalistInnen in der Türkei zuzuerkennen. Das Preisgeld wird an einen Fonds zur Unterstützung der Inhaftierten bzw. deren Familien übergeben werden."
Menschenrechte: Edith Meinhart
Die profil-Journalistin Meinhart sei ein journalistischer Leuchtturm in der Berichterstattung über Menschenrechte und deren vielfache Verletzungen.
Ehrenpreis Lebenswerk: Dr. Peter Huemer
Huemer sei zeit seines Lebens für unabhängigen Journalismus und gegen jede Art von politischem Einfluss im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingetreten.

2015

Presse- und Informationsfreiheit: Dunja Mijatovic
Preis "<span style="font-family: verdana, sans-serif; font-size: 11px;">für ihr besonderes persönliches Engagement im Jahr 2015. Ihre Berichte, Mahnungen und Kommentare waren mehr als nur die Pflichterfüllung einer OSZE-Medienbeauftragten. Sie wird vor allem für ihren unermüdlichen, persönlichen, oft kräfteraubenden Einsatz zur Verteidigung der elementaren demokratischen Rechte von Pressefreiheit und unabhängiger Berichterstattung geehrt. ... organisierte auch eine gemeinsame Diskurs-Plattform und Workshops für russische und ukrainische JournalistInnen. ..."</span>
Menschenrechte: Marina Delcheva
"Delcheva gelingt es in ihren Berichten und Reportagen, ein breites Spektrum der Flüchtlingsproblematik abzudecken - sie hat u.a. über Fluchthelfer ebenso berichtet wie über die Angst der ÖsterreicherInnen vor ihren 'neuen Nachbarn'. ... Delcheva erzählt stets in wertschätzender, aber nicht parteiischer Sprache berührende und interessante Flüchtlingsgeschichten, die den Menschenrechtsaspekt verdeutlichen. ..."
Ehrenpreis Lebenswerk: Prof. Dr. Thomas Chorherr
"<span style="font-family: verdana, sans-serif; font-size: 11px;">Er war einer der einflussreichsten Journalistenpersönlichkeiten der Nachkriegszeit und prägte Generationen von Politik-Journalistinnen und Journalisten. Er hat Jahrzehnte lang über österreichische Politik berichtet und diese pointiert kommentiert. Sein Credo - 'Österreich braucht einen unabhängigen Journalismus' - steht pars pro toto für die Mission des Presseclub Concordia, dessen Vizepräsident Chorherr über 40 Jahre lang war. ..."</span>

2014

Presse- und Informationsfreiheit: Rubina Möhring
Preis für ihren Kampf als Journalistin, Publizistin, vor allem aber in ihrer führenden Funktion für Reporter ohne Grenzen seit vielen Jahren gegen jegliche Einschränkung der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit und für ihren Einsatz für den Press Freedom Award. Weit über Europa hinaus habe sie sich als leidenschaftliche Anwältin von Journalisten bewährt, die ihre Aufgabe unter schwierigsten Bedingungen zu erfüllen suchen; mitunter auch unter Einsatz ihres Lebens.
Menschenrechte: Bernt Koschuh
Habe seit Jahren immer wieder gesellschaftspolitisch wichtige Themen aufgegriffen und sie in besonders beeindruckender Weise für das Medium Radio umgesetzt; habe sich seit Jahren in seinen Reportagen und Interviews eindrucksvoll bemüht, Missstände und Übergriffe aufzuzeigen, der Not und Verzweiflung an den Rändern unserer Wahrnehmung eine Stimme zu geben und Stimmungen einzufangen, die vielfach außerhalb der allgemeinen Wahrnehmung liegen.
Ehrenpreis Lebenswerk: Freda Meissner-Blau
Sie sei "mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Rückzug aus der Politik noch immer ein wichtige und widerständige Stimme gegen Ungerechtigkeiten an Mensch und Natur", heißt es in der Begründung. Nachdrücklich erwähnt werden in diesem Zusammenhang u.a. auch ihre publizistische Leistung und ihre Wortmeldungen gegen die Verletzung von Persönlichkeitsrechten, die geschlechtsspezifischen Diskriminierungen und jegliche Form der Gedankenlosigkeit im Umgang mit demokratischen Werten.
Ehrenpreis Lebenswerk: Dr. Hubert Feichtlbauer
Habe seine Aufgaben innerhalb des österreichischen Medienwesens "mit einem außergewöhnlich hohen ethischen Anspruch erfüllt". Verantwortlich dafür sei "seine doppelte, in seiner Person untrennbare Motivation als engagierter Bürger, leidenschaftlich Schreibender und gläubiger Christ". Ausführlich wird in der Begründung auf sein Wirken im Österreichischen Presserat, in der Plattform Wir sind Kirche und in der Unabhängigen Opferschutz-Anwaltschaft verwiesen.

2013

Menschenrechte: Petra Ramsauer
"Petra Ramsauer, seit 1999 in vielen Kriegs- und Krisengebieten unterwegs, ... zeigt konsequent seit Jahren auf, welche Folgen Kriege, Krisen und Naturkatastrophen für die Menschenrechtssituation haben. Seit 2009 tut sie dies als Freelancerin. ... Mit ihrer verantwortungsvollen und vorurteilsfreien Berichterstattung leistet Petra Ramsauer tatsächlich einen wesentlichen Beitrag, um Diskriminierungen jeglicher Art ... entgegenzuwirken."
Presse- und Informationsfreiheit: Josef Barth und Team des Forums Informationsfreiheit
Kampagne transparenzgesetz.at
Sonderpreis Lebenswerk: Gerd Bacher
"Herauszustreichen sind vor allem Bachers herausragende Leistungen im Zusammenhang mit der Schaffung eines unabhängigen ORF. ... Der Presseclub Concordia sieht in einem unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Fernsehen einen Garanten für umfassende und kritische Information der Bürgerinnen und Bürger."

2012

Sonderpreis Lebenswerk: Prof. Dr. Engelbert Washietl
Auszug aus der Begründung: Zeit seines Lebens hat sich Washietl für Pressefreiheit, für Ethik und Qualität im Journalismus engagiert.
Presse- und Informationsfreiheit: Redaktion der Kleinen Zeitung Kärnten
Auszug aus der Begründung: Auszeichnung für ihren Mut, den die RedakteurInnen der Kleinen Zeitung Kärnten über Ressortgrenzen hinweg bewiesen, trotz wirtschaftlichem Druck und einer Häufung von Klagen und Prozessen eine unabhängige und kritische Berichterstattung beizubehalten.
Menschenrechte: Barbara Gansfuß
Auszug aus der Begründung: Gansfuß greift konsequent Menschenrechts-Themen auf, betrachtet jeden einzelnen Fall von mehreren Seiten und lässt jeweils die Betroffenen genauso zu Wort kommen wie die öffentlichen Stellen oder die ExpertInnen. Ihre Beiträge in den diversen Ö1-Journalen sind so jeweils durch eine besonders menschliche Note gekennzeichnet.

2011

Presse- und Informationsfreiheit: 55 "Zeit im Bild"-Redakteurinnen und -Redakteure
Aus der Jurybegründung: vehementes Auftreten gegen politische Einflussnahme auf ihre Arbeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Protest als mutiges und sichtbares Zeichen gegen die politische Steuerung des ORF, Vorbilder für andere Redaktionen
Menschenrechte: Nina Horaczek
couragierte Berichte und Kommentare zum Thema Asyl, insbesondere konnte sie mit ihren Artikeln die Abschiebung des serbisch-stämmigen Basketball-Nachwuchstalents Denis Vuckovic vorerst verhindern, Falter
Sonderpreis Menschen- und Freiheitsrechte: Àgnes Heller
Mit dem Preis zollt die Jury der ungarischen Philosophin Respekt für ihren Einsatz im Namen der Menschen- und Freiheitsrechte.
Sonderpreis Lebenswerk: Otto Schönherr
Aus der Jurybegründung: habe bei der APA in seiner Zeit als Chefredakteur ein hohes journalistisches Ethos, Glaubwürdigkeit und Selbstbewusstsein der JournalistInnen eingeführt, mit der modernisierten APA wurde den österreichischen Medien ein neuer Zugang zur Weltöffentlichkeit geschaffen

2010

Sonderpreis Lebenswerk: Hugo Portisch
Für sein Lebenswerk im Sinne der Ziele des Presseclub Concordia wird Hugo Portisch, einst Chefredakteur des KURIER, Mitinitiator des ORF-Volksbegehrens, Auslandskorrespondent des ORF, Kommentator weltpolitischer Ereignisse, viel beachteter Verfasser von zeithistorischen Dokumentationen und Büchern, ausgezeichnet.
Menschenrechte: Peter Resetarits
Peter Resetarits hat vor allem mit seinen Sendungen Bürgeranwalt und Schauplatz Gericht eine publizistische Spezialform geschaffen. Darin gibt er jenen Menschen eine Stimme und die Möglichkeit, ihren Fall vorzubringen, die im normalen Alltag nicht in diesem Maße gehört werden.
Pressefreiheit: Karim El-Gawhary
Karim El-Gawhary zeigt in seiner Berichterstattung über die Protestbewegungen in Tunesien und Ägypten auf, wie durch das Recht auf Presse- und Informationsfreiheit ein Fenster in eine andere Welt geöffnet und Verständnis und Interesse in Österreich für die Anliegen der Menschen im Norden Afrikas geweckt werden kann.
Pressefreiheit (Sonderpreis): Sihem Bensedrine
Seit zehn Jahren setzt sich Sihem Bensedrine mit dem von ihr mitgegründeten Observatoire de la Liberté de la Presse, de L'Edition et de la Création (OLPEC) für die Pressefreiheit ein und war 2001 deshalb auch im Gefängnis, 2009 Exil, Rückkehr nach Tunesien erst 2011 nach dem Rücktritt des Präsidenten Ben Ali.