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Aktuelle Ausschreibungen

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Allgemeines

Einsendeschluss: 18.11.2019

Journalistinnen und Journalisten des Jahres - Deutschland


Ausgezeichnet werden Journalistinnen und Journalisten, die auf besonders nachdrückliche Weise Themen und Trends aufgegriffen sowie gesetzt haben und die mit Recherche, Tiefgang, Ausdruckskraft, Humor oder redaktionell-strategischer Leistung geglänzt haben.


Ausschreibung

2019 - für Eigenbewerbungen und Vorschläge

Turnus

jährlich

Gründung

2004

Zielgruppe

hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten aller Mediengattungen, die in deutscher Sprache in Deutschland publizieren und für deutsche Medien arbeiten

Medium

alle deutschen Medien - mit Leistungen im Zeitraum 15.11.2018 bis 15.11.2019, wobei Leistungen einzelne Beiträge/Projekte wie auch kontinuierliche inhaltliche/redaktionelle Arbeiten sein können

Dotierung

undotiert für Journalistin/Journalist des Jahres (Gesamtsieger), Fachkategorien-Sieger, Redaktion des Jahres, Ehrenpreis Lebenswerk, evtl. Sonderpreise

Stifter Medien-Fachzeitschrift medium magazin für Journalisten (für Kategorie Wirtschaft seit 2012 in Kooperation mit der Medien-Fachzeitschrift Wirtschaftsjournalist)
AnsprechpartnerAnnette Milz, Chefredakteurin medium magazin
AdresseIm Uhrig 31, D-60433 Frankfurt am Main
Telefon+49 69 952979-44
E-Mailjdj@mediummagazin.de
Websitehttps://www.mediummagazin.de/category/aktuelles/

Preisträger 2019

Journalist des Jahres

Moreno Juan
"Juan Moreno ist zu verdanken, dass Ende 2018 der Spiegel-Journalist Claas Relotius als notorischer Betrüger entlarvt wurde. Moreno zeigte als Reporter die Hartnäckigkeit des gründlichen Rechercheurs und ehrlichen journalistischen Handwerkers. Zudem bewies er den Mut, für die Wahrheit persönlich viel aufs Spiel zu setzen, da ihm zunächst niemand glauben wollte. Die Folgen seiner Recherchen werden die Debatten über Qualitätsjournalismus weit über 2019 hinaus prägen. ..." (Moreno, freier Reporter, Der Spiegel)

Chefredaktion national

Löwisch Georg
"Löwisch führt zusammen mit seinen Stellvertreterinnen Katrin Gottschalk und Barbara Junge die taz als Chefredaktion des Jahres: Und fördert damit eine Redaktion, die analysestark, engagiert und dennoch 'tazzig' ist. Im anhaltenden mutigen Umbauprozess hin zur reinen Digitalversion positioniert Löwisch die taz als nachhaltiges Recherchemedium (von Hannibal bis Ost-taz), stärkt europaweite Kooperationen, baut Livestream-Reports aus - und ermöglichte damit exklusive Storys. Nicht nur dank der Hannibal-Recherche: Die taz setzte 2019 in der ersten Riege der Überregionalen neue Standards."

Chefredaktion regional

Maroldt Lorenz und Sauerbrey Anna
"Obwohl 15 Jahre im Amt, erfindet Lorenz Maroldt sich und seine Zeitung immer wieder neu - mit weiteren Newslettern wie den profitablen Backgrounds für Fachleser, als Kontrabassist in der Checkpoint-Band oder mit dem journalistischen Großprojekt 'Story First'. Seine beste Entscheidung 2019: Anna Sauerbrey ins Chefredaktionsboard zu holen. Mit ruhiger, kluger Hand führt sie das Meinungsressort; das von ihr aufgebaute Debattenportal Causa sucht seinesgleichen. Ihr frischer Blick tut dem Hauptstadtblatt gut. Beide machen den Tagesspiegel zur Nr. 1 in Berlin."

Politik

Dittert Annette
"Das ARD-Büro in London sollte ihre letzte Station als Auslandskorrespondentin werden. Sagte Annette Dittert vor fünf Jahren. Gut, dass sie es sich anders überlegt hat. Im Januar 2019 kehrte sie für eine zweite Runde an die Themse zurück, als Studioleiterin und international bestens vernetzte Korrespondentin. Ihr Publikum hierzulande weiß es zu schätzen: Ditterts Brexit-Analysen in Tagesschau und Tagesthemen sind erstklassig. Geistreich und lesenswert auch ihre Tweets. Kaum jemand kann britische Demokratie on- und offline so gut erklären wie sie."

Wirtschaft

von Buttlar Horst
"Der Chefredakteur und Geschäftsführer von Capital hat dem Magazin nach einem Relaunch gerade die drei wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre beschert und sich gegen Herausforderer wie Bilanz souverän behauptet. Fast unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit hat von Buttlar Capital zu einem spannenden und lebensnahen Debattenmagazin für Wirtschaft und Gesellschaft gemacht. Das ist ein erfolgreicher Neustart, der über einen Relaunch weit hinausgeht."

Kultur

Hensel Jana
"Allein für ihr präzises, analytisches Stück 'Ihr und Wir' zur Frage, inwiefern die Wiedervereinigung ein kolonialer Akt war, hat Hensel diesen Preis verdient. Bei der Zeit war sie in einem für Ostdeutschland ereignisreichen Jahr eine aufklärende Stimme, die andere Perspektiven auf Deutschland aufzeigte. Dank ihrer Essays, Kommentare, Reportagen oder dem erhellenden Interview mit Angela Merkel sind in der öffentlichen Ost/West-Debatte all die blinden Flecke und Vorurteile präsent. Es kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden." (Hensel, freie Autorin, Zeit/Zeit Online)

Unterhaltung

Böhmermann Jan
"Mit seiner Sendung 'Neo Magazin Royale' hat Böhmermann 2019 erneut gezeigt, was ZDFneo, ach, was TV-Deutschland an ihm hat: Unterhaltung, die mutig und grenzüberschreitend ist, dabei satirisch und politisch-präzise. Und er wird mit seinem Team immer besser. Wie er die Story über die Restitutionsforderungen der Hohenzollern weiterdrehte, den 'Ibiza'-GAU Österreichs immer wieder anstachelte, die Kandidatenkür für den neuen SPD-Vorsitz aktiv 'begleitete' oder wie er mit dem Lied 'Licht an, Licht an!' die FAZ-Geburtstagsfeier kommentierte - Glanzstücke, die Debatten anstoßen."

Wissenschaft

Kreutzfeldt Malte
"Kreutzfeldt ist eigentlich primär Redakteur für Wirtschaft und Umwelt. Aber er war es, der 2019 mit wissenschaftlicher Präzision aus der Diesel-Feinstaub-These der Lungenärzte, nun, die Luft rausließ. Indem er das machte, was andere längst hätten machen müssen: Er rechnete nach. Und enthüllte, dass dem Lungenarzt-Aufruf über die Harmlosigkeit von Diesel-Feinstaub falsche Berechnungen zugrunde liegen. Das Ergebnis präsentierte Kreutzfeldt in einer für Zeitungsstandards ungewöhnlichen Form: Er veröffentlichte seinen Rechenweg auf einer ganzen Doppelseite." (Kreutzfeldt, taz)

Sport

Best Benjamin
"Ohne Zweifel die beste Rechercheleistung im Sport 2019: die TV-Reportage 'Gefangen in Katar' über die Ausbeutung von Gastarbeitern im WM-Land Katar, die die Fifa wissentlich duldete. Als Folge seiner Beiträge für WDR Sport inside und die ARD-Sportschau musste die Fifa erstmals öffentlich einräumen, dass es auch auf WM-Baustellen zu Verstößen gegen internationale Arbeitsstandards gekommen ist, zwei Baufirmen wurden von ihrem Auftrag abgezogen. Der Korruptionsspezialist Best hat bewiesen, wie wirkmächtig aufklärender Sportjournalismus sein kann." (Best, freier Autor, ARD/WDR)

Reportage national

Feldmann Julian
"Ende November 2018 gelang Feldmann (mit Robert Bongen für Panorama) ein Interviewscoop: ein Gespräch mit dem ehemaligen SS-Mann und verurteilten Kriegsverbrecher Karl M. ('Ich bereue nichts'). Dies und seine langjährigen Recherchen in der rechten Szene (aktuell im Mordfall Lübcke) machten ihn zur Zielscheibe von Rechtsextremisten, die NPD rief zur Demonstration gegen ihn auf. Dass Feldmann trotzdem an dem Thema dranbleibt, gerade als freier Journalist, verdient höchste Anerkennung." (Feldmann, freier Autor, NDR)

Reportage regional

Iskandar Katharina
"Sie ist eine Journalistin für extreme Fälle: Ob rechtsradikale Umtriebe in der Frankfurter Polizei oder islamistische Terroristen in Südhessen - sie fällt stets durch hartnäckige Recherche auf, gepaart mit einer wohltuend kühlen, klaren Schreibe in aufgeregten Zeiten. So deckte die Polizeireporterin der Rhein-Main-Ausgabe der FAZ unbekannte Verbindungen zum NSU auf und wandte sich gegen Einzelfall-Vermutungen. Auch wie sie im Kasseler Mordfall Lübcke recherchierte und die Informationen analysierte, zeugt von großer Sorgfalt."

Team

Erb Sebastian, Nabert Alexander, Schulz Daniel, Schmidt Christina (Lead-Autorin), Kaul Martin
Hannibals Schattenarmee, taz

Lebenswerk

Friedrichsen Gisela
"Friedrichsen ist die Großmeisterin der Gerichtsreportage. 27 Jahre lang hat sie für den Spiegel über Prozesse und Gerichte, über Täter und Opfer geschrieben und Maßstäbe gesetzt - nicht nur im eigenen Genre, sondern auch im öffentlichen Bewusstsein für Recht und Unrecht. ..."

Sonderpreis

Ott Klaus und Soyer Tom
"Sonderpreis für die Initiatoren der SZ-Werkstatt - stellvertretend für alle Projekte 'Journalismus macht Schule'."

Weitere Ausschreibungen

Einsendeschluss
Journalistenpreis Bahnhof 05.01.2021
Deutscher Reporterpreis 14.09.2020
Wort und Werkstatt 21.06.2021
Dr. Karl Renner-Publizistikpreis 28.09.2020
Radiopreis der Erwachsenenbildung 25.09.2020

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