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Aktuelle Ausschreibungen

Preise/Stipendien 522 | Preisträger 17311

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Dokumentarfotografie Förderpreise


Förderprogramm für alle, die sich mit Themen der realen Lebenswelt beschäftigen und mit zeitgenössischen Mitteln die Definition des Abbildungscharakters der Fotografie reflektieren.


Ausschreibung

unbekannt

Turnus

alle zwei bzw. drei Jahre, seit 1999 alle zwei Jahre

Gründung

1994

Zielgruppe

Absolventinnen und Absolventen deutscher (Fach-)Hochschulen und Akademien im Fach Fotografie, die nach dem "Datum unbekannt" eine Examensarbeit im Bereich der dokumentarischen Fotografie abgelegt haben

Medium

einzureichen ist u.a. die gesamte Fotografie-Abschlussarbeit und ein Exposé über das zukünftige Projekt in deutscher oder englischer Sprache

Dotierung

vier Preise je 10.000 Euro zur Realisierung eines Projekts + Ausstellung mit begleitendem Katalog

Stifter Wüstenrot Stiftung unterstützt durch die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang
AnsprechpartnerFlorian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung
AdresseMuseum Folkwang, Museumsplatz 1, D-45128 Essen
Telefon+49 201 8845-100
E-Mailphotography@museum-folkwang.essen.de
Websitehttps://wuestenrot-stiftung.de/dokumentarfotografie-foerderpreise/

Preisträger 2017

Christian Kasners
Kasners absolvierte seinen Master-Abschluss an der Folkwang-Universität der Künste mit dem visuell eindrücklichen Essay "Neue Graeue". Das in schwarzweiß gehaltene Buch ist eine große Montageleistung, die Aufnahmen unserer Konsumkultur mit den Bildern von Protesten der Straße verschränkt, verbunden in einer flächigen Ästhetik, die Ausdruck unserer digitalen Bildkultur geworden ist. Für sein Projekt "Kam jdeme? (Nova Evropa) Wohin gehen wir? (Neues Europa)" will er sich den historischen Hinterlassenschaften und politischen Erwartungshaltungen der Bürger in Tschechien widmen.

Joscha Steffens
Steffens überzeugte mit den ikonischen Porträts und einer Videoarbeit seiner Diplomarbeit "Teen Spirit Island" an der Hochschule für Kunst und Medien Köln. Das neue Projekt GAMECHURCH knüpft an seiner Auseinandersetzung mit der Gaming-Kultur von Jugendlichen an. Stand im Diplom die Körpersprache und Gesten der jungen, vernetzten Computerspieler im Vordergrund, so widmet er sich nun dem Phänomen von Jugendlichen, die über ihr gemeinsames Spiel zu einer (pseudo-)religiösen Erfahrung einer christlichen Gemeinde gefunden haben. ...

Jiwon Kim
Kims Abschlussarbeit "The Hair of the Artist" an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ist eine poetische, sensible, gar minimalistische Arbeit. In den unterschiedlichsten deutschen und europäischen Museen platziert sie eines ihrer Haare auf einem Kunstwerk und hält diese existentielle Spur fest, als handelte es sich um eine Aufnahme der kriminalistischen Spurensicherung. Für ihr Projekt "Where do you think is the most beautiful place in the world?" folgt sie Hinweisen nach dem Paradies auf Erden, das sich ebenso auf Costa Rica, in Plitvice (Kroatien) oder in Neuseeland befinden kann.

Jens Klein
Klein absolviert seine Meisterschülerarbeit an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Seine aus einem Buch und einer Wandpräsentation bestehende Arbeit trägt den Titel "Bewerberinnen/Bewerber". Anhand der eingereichten Fotografien der Bewerber für das evangelische Studienwerk gibt er einen Einblick in die sich ändernden Moden und Porträtauffassungen junger Deutscher in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das für den Förderpreis eingereichte Projekt "Sunset" wird sich anhand der Aufnahmen von Mitarbeitern der Staatssicherheit der "dokumentierten Fluchtenergie" von DDR-Bürgern widmen.

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